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Knooking – Basiskurs als Gratisdownload

Seit einem Jahr beschäftige ich mich immer wieder mit dem Knooking und habe ja auch schon darüber gebloggt.
Unter anderem habe ich eine Einführung ins Knooken geschrieben mit allen Erklärungen für Anfänger und den wichtigen Maschen und Techniken.
Diesen Basiskurs gibt es jetzt auch als PDF zum gratis Herunterladen in meinem Crazypatterns-Shop:
Basiskurs Knooking

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Und wer gleich loslegen will, findet in meinem Shop tolle anfängertaugliche Anleitungen:
Mütze Laura mit Korallenbommel
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Armstulpen Laura
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Ich wünsche euch viel Freude und Erfolg beim Knooken! 🙂

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Häkelfilzen und Strickfilzen – Tipps und Tricks, Anleitungen und Ideen

Passend zu meiner neuesten Anleitung möchte ich euch hier die wichtigsten Infos und Tipps zum Häkelfilzen (Strickfilzen) zusammen stellen.

Filzen ist eine uralte Technik.
Unbehandelte Schafwolle hat eine schuppige Struktur. Durch Wärme und Feuchtigkeit werden diese Schuppen aufgeklappt und durch Reibung miteinander verzahnt. Der Zusatz von Lauge (Seife, Waschpulver) lässt die Fasern noch mehr aufquellen und der Filzprozess wird dadurch beschleunigt.
Den Prozess des Filzens (Kombination aus Wärme, Feuchtigkeit, Reibung und Lauge) kann händisch erfolgen oder von der Waschmaschine übernommen werden.

Wichtig ist, dass immer unbehandelte Schafwolle verwendet wird!
Die Wolle wird heutzutage grundsätzlich mit dem sogenannten Hercosett-Verfahren behandelt. Dabei werden die Schuppen teilweise abgelöst und somit das Verhaken erschwert. Wolle, die so behandelt wurde kann dann in der Waschmaschine gewaschen werden, ohne dass sie verfilzt. Meist ist sie mit dem Begriff „superwash“ als filzfrei gekennzeichnet.

Material:
Für das Häkel- und Strickfilzen kann diese Wolle nicht  verwendet werden.
Daher muss man als Filzwolle gekennzeichnete Wolle kaufen. Inzwischen gibt es hier eine breite Palette an Anbietern und Farben (Gründl Filzwolle, Schoeller+Stahl Filzi, Schachenmayr Wash+Filz, Lana Grossa Feltro, Ferner FilzMich, etc.).
Meistens ist die Filzwolle für die Nadelstärke 7-8 geeignet, es gibt aber auch dünnere Filzwolle für Nadelstärke 5.

Das Prozedere des Häkel-/Strickfilzens ist relativ einfach:
Zunächst wird das gewünschte Häkel- oder Strickstück gefertigt. Alle Fäden werden vernäht, etwaige Nähte geschlossen.
Nun wird das Stück in der Waschmaschine bei bei 40° gewaschen. Durch den Waschvorgang verfilzt die Wolle.
Als Waschprogramm soll ein 40° Buntwäsche-Programm gewählt werden. Kein Sparprogramm verwenden! Waschpulver wird ganz normal dosiert und hinzugefügt. Weichspüler darf nicht verwendet werden. Idealerweise gibt man drei Tennisbälle ein in die Waschtrommel, dadurch wird die Reibung und das Walken unterstützt.
Durch den Waschvorgang schrumpft das Strick- bzw. Häkelstück um ca. 30-40%.

Beispiel: vor dem Filzen

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nach dem Filzen:

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Der Schrumpfprozess hängt von vielen Faktoren (Waschmaschine, Temperatur, wie fest gehäkelt/gestrickt wurde) ab und kann leicht abweichen. Unregelmäßigkeiten gehören zum Filzen dazu!
Je nach Ergebnis kann es notwendig sein, das Filzstück ein zweites Mal bei 40° zu waschen um das gewünschte Endergebnis zu erreichen.
Nach dem Waschen ist der noch feuchte Filz gut formbar – daher solle das Häkelstück/Strickstück gleich in Form gebracht werden.  Schuhe können zum Trocken mit Küchenrolle ausgestopft, größere Stücke evtl. gespannt werden.
Das fertig gefilzte Stück sollte dann nicht wärmer als 20° (Wollwaschprogramm) bzw. Handwäsche gewaschen werden, damit es nicht noch kleiner wird!

Wenn man nicht nach einer fertigen Anleitung orientieren will, so kann man mittels dem Schrumpffaktor berechnen, wie groß das Stück vor dem Filzen sein muss.
Der Filzfaktor liegt zwischen 1,3 und 1,4: das Stück vor dem Filzen ist 1,3-1,4 Mal größer als das fertige Filzstück.

Beispiel „Gehäkelter und gefilzter Topflappen“:

Will man beispielsweise einen Topflappen häkeln, der nach dem Filzen 15 x 15 cm groß sein will, so muss man mit der Filzwolle ein Quadrat von etwa 21 x 21 cm häkeln (15 cm mit Schrumpffaktor 1,4 multiplizieren).
Bei einer Maschenprobe mit festen Maschen in Reihen und 9 Maschen x 8 Reihen = 10x10cm muss man nun
mit der Filzwolle 19 + 1 Wendeluftmasche anschlagen und in Reihen jeweils 19 feste Maschen arbeiten. Nach 17 Reihen beendet man die Arbeit. Evtl. die Ränder umhäkeln (dann wird der Topflappen etwas größer) und eine Luftmaschenschlinge (ca. 10 Lm) als Aufhänger häkeln. Topflappen wird nun in der Waschmaschine gefilzt. Fertig!

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren!

Bei mir im Shop gibt es derzeit 3 Häkel-Filz-Anleitungen:

Für kurze Zeit zum stark reduzierten EINFÜHRUNGSPREIS!!!!
Puschen „Family“ in den Größen 20-45

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Becherhüllen/Tassenwärmer (ideal als Geschenk)

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Häkelschuhe „Paula“ in Damengrößen 36-41

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Alle Anleitungen sind sehr detailliert mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Häkelschriften, Zusatzinfos, Tutorials, Fotos etc.
Bei Fragen zu meinen Anleitungen stehe ich auch jederzeit gerne zur Verfügung!

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Tutorial: Filztasche mit Häkelblumen und gehäkelten Applikationen verzieren

Vor kurzem ist mir beim Einkaufen eine Filztasche aufgefallen aus schlichtem grauem Filz.
Sofort hatte ich die Idee sie mitzunehmen und daheim mit gehäkelten Blümchen zu verzieren.

Das Ergebnis sieht jetzt so aus:

Taschefertig

Und weil es mir so gut gefällt, gebe ich die Idee gleich mal als Tutorial an euch weiter!

Ihr braucht dazu:

  • Filztasche (gibt es im Kaufhaus oder Bastelbedarf)
  • Baumwollgarn Stärke 2,5-3,5 (z.B. Red Heart Miami oder Schachenmayr Catania)
  • Häkelnadel Nr. 2
  • dünnen Nylonfaden (aus dem Bastelbedarf)
  • Nähnadel

Material

Und es kann losgehen!

Zuerst muss man die Häkelapplikationen häkeln.
Eine kostenlose Anleitung für einfache Häkelblüten findet ihr in meinem Blog als Tutorial.
Ich habe für meine Tasche Anleitungen von Elealinda verwendet und zwar die Blumenwiese, sie umfasst verschiedene kleine und größere bunte Blumen mit und ohne Stängel und auch kleine Herzchen.
Bei Elealinda gibt es noch viele andere tolle Applikationen: Eulen, Fische, Buttons mit Igel , Fuchs, Hase, Kirschen, Cupcakes oder Peacezeichen!
Hier noch eine  Anleitung für etwas größere Herzen zum Nacharbeiten:

Mit Häkelnadel Nr. 2 und rotem Baumwollgarn arbeiten.

Zeichnung

1.R       5 Lm, mit 1 Km zum Ring schließen.
2.R       1 Lm, 12 Stb, mit 1 Km schließen.
3.R       1 Lm, 3 fM,in das nächste Stb: 1 hStb, 3 Stb arbeiten, in das nächste Stb: 4 DStb, 1 hStb arbeiten, in das nächste Stb: 1 Km, in das nächste Stb: 1 hStb, 4 DStb arbeiten, in das nächste Stb: 3 Stb, 1 hStb arbeiten, drei fM, in das letzte Stb: 1 hStb, 1 Stb, 1 hStb arbeiten, mit einer Km schließen und beenden.

Tipps zum bunt Häkeln ohne Fäden vernähen und zum Wechseln der Farben gibt es in diesem Tutorial!

Nun kommt das Annähen!

Dazu den Nylonfaden durch die Nähnadel fädeln.
Am Fadenende einen Knoten machen und von innen durch die Taschenseite nach außen durchstechen:

NAdel

 

Jetzt am Rand der Häkelapplikation durchstechen und dann die Nadel durch den Filz stechen.

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Man kann entweder wieder ganz durch den Filz stechen oder, wenn der Filz dick genug ist auch gleich mit der Nadel an der Oberseite durchstechen:


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Die Applikation am Rand entlang vollständig aufnähen!
Den Nylonfaden wieder durch den Filz auf die Rückseite durchstechen und dort verknoten!

Fertig!

Viel Freude mit der bunten Tasche!

 

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Es ist Zeit für etwas Neues – Knooking oder Sträkeln ist angesagt!

Seit einiger Zeit liebäugle ich mit der noch recht neuen Technik des Knookings!
Einmal ausprobiert konnte ich es nicht wieder lassen!

Knooking

Das Wort „Knooking“ setzt sich zusammen aus „to knit“ (stricken) und „hook“ (Häkelnadel) und bedeutet so viel wie „mit der Häkelnadel“ stricken. Das deutsche Wort ist „Sträkeln“ (Stricken + Häkeln).
Die Knooking-Nadel hat vorne einen Haken, wie eine Häkelnadel. Sie ist allerdings etwas länger als diese und hat am Ende ein Öhr, durch das der Hilfsfaden gefädelt wird.
Mit dem Haken werden Schlingen aufgenommen, der Hilfsfaden wird durch diese Schlingen gezogen und danach werden aus diesen auf dem Hilfsfaden ruhenden Schlingen wieder neue Schlingen geholt.
Der Faden wird wieder herausgezogen.

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Die Textur des Geknookten sieht aus wie Gestricktes und hat auch die gleichen Eigenschaften!

Häkeln und Knooking kombiniert

Ich habe begonnen Gehäkeltes und Geknooktes zu kombinieren. Beide Techniken haben ihre Vorteile, die sich toll kombinieren lassen!
Gehäkeltes ist kompakt und vor allem Bündchen und Ränder sitzen meiner Meinung nach besonders gut und leiern nicht so schnell aus.
Geknooktes ist leicht und weicher, hat die Vorteile von Gestricktem, und eignet sich besonders gut für alles, was nicht zu dicht und kompakt sein soll.

Die Experimente mit Gehäkeltem und Geknookten haben sich gelohnt und ich habe mit den beiden Techniken wunderschöne und perfekt sitzende Armstulpen kreiert!

Titelbild_Armstulpen

Das Bündchen, der Abschluss bei den Fingern und das Daumenloch sind gehäkelt und sitzen dadurch kompakt und fest.
Der Mittelteil ist geknookt und deshalb leicht, anschmiegsam und weich!

Die Anleitung erklärt jeden Schritt ausführlich mit vielen Fotos und ist bestens für Anfänger geeignet!
Erforderlich Häkelkenntnisse sind Luftmaschen, feste Maschen und Kettmaschen.
Knookingkenntnisse sind nicht erforderlich!

Die Anleitung ist von Knooking-Neulingen getestet und für gut befunden worden!

Die Anleitung gibt es ab sofort auf

DaWanda

Makerist

Und als kleines Geschenk für alle meine Blogleserinnen gibt es hier noch den Basiskurs Knooking kostenlos zum Anschauen und als Gratisdownload: Basiskurs_Knooking

Grundkurs Knooking

Maschen anschlagen

Beim Knooken wird, wie beim Häkeln, mit einer Luftmaschenkette begonnen. Mit dem Haken der Knooking-Nadel wird die benötigte Anzahl der Masche als Luftmaschen gehäkelt.

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Dann werden die Maschen zum Knooken aufgenommen.

Dazu wird mit der Knookingnadel in jede Luftmasche eingestochen und der Faden geholt. Die entstandene Schlinge bleibt auf der Nadel!

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Ist die Reihe fertig, Nadel und Hilfsfaden durch alle Schlingen nach links herausziehen:

fünf

 

Maschen rechts knooken

Der Faden liegt hinter der Arbeit.

Mit der Knookingnadel wird von vorne in die nächste Masche eingestochen und der Faden geholt und durch die Masche gezogen.

Die Schlinge der neuen Masche bleibt auf der Knookingnadel.

sechs sieben

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Maschen links knooken

Der Faden liegt vor der Arbeit.

Mit der Knookingnadel wird von hinten nach vorne durch die nächste Masche gestochen und der Faden, der auf der Vorderseite liegt, durchgezogen.

Die Schlinge der neuen Masche bleibt auf der Knookingnadel.

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Maschen abketten

Der Faden liegt hinter der Arbeit.

Mit der Knookingnadel in die nächste Schlinge von vorne durchstechen, Faden holen und durch die Schlinge UND die Schlinge auf der Nadel durchziehen:

zwölf dreizehn

Wenn alle nötigen Maschen abgekettet sind, Faden aus der nächsten Schlinge wieder „normal“ holen und auf der Nadel belassen.

Zwei Maschen rechts zusammenknooken

Um zwei Maschen rechts zusammen zu knooken wird die Knookingnadel von links nach rechts durch die beiden Maschen gestochen:

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Faden holen und durch beide Schlingen durchziehen:

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Zwei Maschen links zusammenknooken

Der Faden liegt vor der Arbeit.

Mit der Knookingnadel von rechts nach links durch die nächsten beiden Maschen stechen, den Faden holen und durch beide Maschen ziehen.

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In Reihen knooken

Wird in Reihen geknookt, wird bis zur letzten Masche gearbeitet.

Nun die Knookingnadel herausziehen und den Hilfsfaden durch alle Maschen der Reihe ziehen.

Arbeit wenden, Hilfsfaden nach hinten legen und neue Reihe beginnen.

In Runden knooken

Wird in Runden gearbeitet, wird die Nadel immer nach einigen geknookten Maschen herausgezogen und die Maschen so am Hilfsfaden abgelegt.

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Knooken und Häkeln!

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Tutorial – Mehrfachstäbchen verbinden

Mehrfachstäbchen durch Verbinden stabilisieren und Löcher vermeiden!

Im Moment arbeite ich wieder an einigen Entwürfen und dabei tauchen immer wieder Dreifach- und Mehrfachstäbchen auf.
Die haben zwar den Vorteil, dass man schön hoch hinaufkommt, aber leider entstehen zwischen den Mehrfachstäbchen große, unschöne Lücken und das Gehäkelte ist sehr locker.
Vor allem, wenn ich Schuhsohlen häkle, stören mich diese Löcher zwischen den Mehrfachstäbchen immer sehr.
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Ich habe überlegt, wie ich Mehrfachstäbchen häkeln kann ohne die störenden Zwischenräume und bin zu folgender Lösung gekommen:

Ich zeige das Vorgehen am Beispiel von Dreifachstäbchen. Das Prinzip funktioniert aber genauso mit Doppelstäbchen oder anderen Mehrfachstäbchen!

Ich beginne mit einem „normalen“ Dreifachstäbchen:
also drei Umschläge auf die Nadel, in die nächste Masche einstechen, Faden holen, nun drei Mal den Faden holen und durch zwei Schlingen ziehen.

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Wenn ich nun das nächste Dreifachstäbchen arbeite, hole ich keine Umschläge auf die Nadel!

Statt der Umschläge hole ich aus dem bereits vorhandenen Dreifachstäbchen Schlingen aus der Seite.

Dazu steche ich beim bereits vorhandenen Dreifachstäbchen in die Schlingen ein, die durch die Umschläge entstanden sind (siehe blaue Pfeile im Foto).

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Der Reihe nach gezeigt, sieht das so aus:

Als erstes steche ich mit der Nadel in die Schlinge gleich unterhalb der letzten Masche ein:

Wichtig: nicht den Faden holen sondern gleich weiter …

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 … in die übernächste Schlinge unterhalb einstechen …

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… und ganz unten auch nochmals durch die Schlinge stechen.

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Nun steche ich in die nächste Masche und hole den Faden.
Jetzt sind insgesamt fünf Schlingen auf der Nadel.

 

Jetzt beende ich das Dreifachstäbchen ganz „normal“, indem ich drei Mal den Faden hole und jeweils durch zwei Schlingen ziehe.

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Jetzt sind die beiden Dreifachstäbchen miteinander verbunden!

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Alle weiteren Dreifachstäbchen arbeite ich genau gleich!

Ganz wichtig dabei ist, dass ich mit der Nadel immer in die gleichen Schlingen einsteche, sonst wird das Ergebnis nicht gleichmäßig!

Am Ende der Reihe sieht es dann so aus:

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Die Dreifachstäbchen sind fest verbunden und es entsteht auch ein recht schönes Muster!

Wenn man Vierfach- oder andere Mehrfachstäbchen verbinden will muss man im Unterschied zu den Dreifachstäbchen einfach nur jeweils in so viele Schlingen einstechen, wie man Umschlage machen würde.

Ich hoffe, das Tutorial ist für euch verständlich und hilfreich!

Bis zum nächsten Mal!

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Schuhe häkeln – hilfreiche Tipps zur Sohle

Wer schon ein bisschen bei mir im Shop gestöbert hat, weiß, dass ich Häkelschuhe liebe!

Über eine meiner Lieblingsdesignerin von Häkelschuhen habe ich bereits einmal hier im Blog berichtet und selbst habe ich ja auch bereits Häkelanleitungen für Baby- und Kinderschuhe entworfen.

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Bei gehäkelten Schuhen (außer bei Babyschuhen) stellt sich früher oder später immer die Frage danach, wie man die Sohle arbeiten soll.
Schließlich soll sie sich nicht auflösen und Löcher bekommen.
Außerdem ist wichtig, dass man mit den Schuhen nicht rutscht.
Wenn man damit gar auch noch ins Freie gehen möchte, wie z.B. mit den Slingbacks von Mamachee, dann braucht man eine richtig robuste Sohle.

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Inzwischen habe ich dazu schon viel Erfahrung gesammelt und die möchte ich heute mit euch teilen!

Robustes Garn für Häkelschuhe:

Es zahlt sich auf alle Fälle aus, wenn man für Häkelschuhe ein robustes Garn verwendet.
Ganz toll eignen sich Schlauchgarne, die eine Mischung aus Baumwolle und Polyamid bzw. Polyester.
Ich verwende für meine Hausschuhe und die Slingbacks sehr gerne Lana Grossa Cotofine oder Ice Yarn Cotton Tube:
beide Garne sind sehr gut zu verarbeiten, etwas elastisch, was bei Hausschuhen praktisch und bequem ist und vor allem sehr widerstandsfähig.

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Ich lasse bei meinen Hausschuhen aus Schlauchgarn die gehäkelte Sohle, wie sie ist und brauche keinen zusätzlichen Rutschstopp. Außerdem hält das Garn sehr lange, es löst sich nicht auf und es entstehen keine Löcher. Das Garn kann man auch gut waschen!

Rutschstopp:

Wenn man kuschelige Hausschuhe will, muss man natürlich auf reine Wolle bzw. Wollmischungen zurückgreifen.
Je höher der Anteil an reiner Wolle (Schurwolle, Merino) ist, umso wärmer sind die Schuhe. Allerdings ist diese Wolle wenig strapazierfähig.
Ich achte bei der Auswahl der Wolle immer besonders darauf, dass sie waschbar ist, weil das bei Schuhen einfach notwendig ist!
Für besonders warme Schuhe verwende ich gerne Lana Grossa Bingo oder Superbingo. Beide Garne sind für Maschinenwäsche geeignet und filzfrei! Mit dieser Wolle werden die Schuhe schön kuschelig, allerdings ist die Sohle nicht sehr robust und braucht auch unbedingt einen Rutschstopp.

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Je höher bei Mischwolle der Anteil an Acryl ist, umso widerstandsfähiger werden die Schuhe.
Verwendet man reine Acrylwolle, sind die Schuhe besonders pflegeleicht. Für meine Galilee-Slipper nehme ich gerne Red Heart Soft. Die Schuhe sind weich, bequem, wärmen auch noch gut und sie sind ziemlich robust. Das Garn ist waschbar.

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Wenn man nun einen Schutz für die Sohle bzw. einen Rutschstopp sucht, so stösst man relativ bald auf die flüssigen Stock-Stopps (flüssiger Noppenlatex, flüssige Schuhsohlen, etc.), die es im Handel gibt.
Es gibt Produkte, die man als Punkte auf die Sohlen aufträgt und andere, die man aufstreicht, so dass sich eine Sohle bildet.
Leider halten diese aufgetragenen Rutschstopps nicht wirklich lange. Sie reiben sich ab und auch das Waschen vertragen sie nicht sehr gut.

Ich bin deshalb auf die Suche gegangen um eine bessere Möglichkeit zu finden.
Ich bin dabei im Shop von Shoeology fündig geworden:
hier gibt es ein tolles Sohlenmaterial, dass nicht nur dünn, robust und flexibel, sondern auch noch wasserdicht und abriebfest ist.
Damit sind die Sohlen also auch für draußen geeignet!
Ich habe diese Material z.B. für die Slingbacks verwendet und mit Nylonfaden aufgenäht.

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Die Sohle ist wirklich sehr angenehm zu tragen und hält super!
Für Projekte, die eine dickere Sohle erfordern gibt es bei Shoeology auch ein robusteres Material.
Alternativ dazu kann man auch richtige Schuhsohlen kaufen und aufkleben.
Solche Sohlen gibt es z.B. im Shop von WoolenClogs oder FeltingBottega.
Nicht zuletzt gibt es aktuell ganz neu von Prym Espandrilles-Sohlen zu kaufen.

Ich hoffe, meine Tipps helfen euch weiter!

Ich wünsche allen Häkelschuhfans genau so viel Spaß beim Häkeln, wie ich ihn habe und viele Schuhe mit tollen Sohlen!

 

 

 

 

 

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Tutorial: Häkelblumen

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten Häkelblüten zu arbeiten und viele Anleitungen dazu.

Häkelblumen sind kleine, schnelle Projekte, mit denen viele Hand- und Bastelarbeiten verziert und aufgepeppt werden können.

Eigentlich braucht es gar nicht viel um selbst Häkelblüten herzustellen, wenn das Grundprinzip klar ist, kann man selbst unzählige Variationen fertigen.

Dieses Grundprinzip möchte ich in meinem heutigen Tutorial erklären!

Teil 1: Vorüberlegungen und Blütenmitte:

Zunächst muss festgelegt werden, wie viele Blütenblätter gearbeitet werden sollen.

Am Beginn jeder Blume wird zunächst die Mitte gehäkelt. Dazu werden doppelt so viele Maschen, wie Blütenblätter entstehen sollen, gehäkelt.

Will man also z.B. 5 Blütenblätter arbeiten, müssen für die Mitte 10 Maschen gearbeitet werden.

Außerdem muss man überlegen, wie gr0ß die Blüte werden soll und entsprechen die Art der Maschen wählen:

  • kleine Blüte: feste Maschen

  • mittelgroße Blüte: halbe Stäbchen

  • große Blüte: Stäbchen

Dann kann es losgehen:

In einen magischen Ring (siehe Tutorial) werden nun die Maschen für die Mitte gehäkelt:

gehäkeltes Blütenblatt MitteIn diesem Beispiel sind es 8 feste Maschen für eine kleine Blume mit 4 Blütenblättern.

Die erste Runde für die Mitte kann mit einer Kettmasche geschlossen werden.

Wenn man die Blüte zweifärbig häkeln will, ist allerdings folgende Variante (unsichtbares Rundenende) schöner:

Dazu wird nach der letzten Masche der Faden durchgezogen und auf eine Nadel gefädelt:

gelb_rundenendeNun wird mit der Nadel der Faden durch die beiden Maschenglieder der ersten Masche der Runde durchgezogen:

gelb_rundende1Danach wird der Faden durch die Mitte (zwischen den beiden Maschengliedern) der letzten Masche der Runde durchgezogen:

gelb_rundenende2Dadurch ist die Mitte der Häkelblume nun schön gleichmäßig geworden:

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Teil 2: Blütenblätter:

Wenn zweifärbig gearbeitet wird und ein unsichtbares Rundenende gearbeitet wurde, muss nun zunächst die neue Farbe aufgenommen werden.

Dazu wird eine Anfangsschlinge auf der Häkelnadel gemacht (wie für den Beginn einer Luftmaschenkette):

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Mit der Nadel wird nun in die erste Masche eingestochen, der Faden geholt und durch die Schlinge gezogen, das ist die erste Kettmasche.

neu_anschlingen1Dann folgt das erste Blütenblatt.

Die Blütenblätter werden wieder dem Größenprinzip entsprechend gearbeitet:

  • kleine Blüte: (1 Lm, 2 hStb, 1 Lm, 1 Km) in 1 Masche

  • mittelgroße Blüte: (2 Lm, 2 Stb, 2 Lm, 1 Km) in 1 Masche

  • große Blüte: (3 Lm, 2 DStb, 3 Lm, 1 Km) in 1 Masche

nach jedem Blütenblatt wird 1 Km in die nächste Masche gearbeitet und dann wieder ein Blütenblatt in die darauffolgende Masche.

Bei großen Blüten kann statt der Km auch eine fM zwischen die Blütenblätter gearbeitet werden.

 Als Beispiel hier eine kleine Blüte mit 4 Blütenblättern:

nach der 1 Kettmasche folgen: 1 Lm, 2 hStb, 1 Lm und 1 Km, die alle in dieselbe (erste) Masche gearbeitet werden:

kleines_blütenblatt_1Nun folgt eine Kettmasche in die nächste Masche:

kleines_blütenblatt_2

Auf diese Art werden die nächsten drei Blütenblätter gehäkelt:

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Dann wird der Faden abgeschnitten und mit der Nadel durch die erste Kettmasche der Runde durchgezogen …

blütenblatt_klein_ende1… und danach durch die letzte Masche nach hinten.

blütenblatt_klein_ende2

Fertig ist die kleine Blüte mit vier Blütenblättern:

blütenblatt_klein_fertig

Hier noch ein Beispiel für eine mittlere Blüte mit 5 Blütenblättern:

Blumenmitte aus halben Stäbchen:

rosa

Erstes Blütenblatt: (2 Lm, 2 Stb, 2 Lm, 1 Km) in dieselbe Masche und 1 Km in die nächste Masche:

mittleres_blütenblatt_1 blütenblatt_mittel_fertig

Teil 3: Variationen:

Hat man das Grundprinzip einmal verstanden und geübt, dann kann man v.a. bei den Blütenblättern unendlich variieren.

  • mehrere Mittel-Maschen für die Blütenblätter häkeln (z.B. bei einer mittleren Blüte statt 2 Stb, 3 oder 4 Stb)

  • verschiedene Maschen für die Mittel-Maschen für die Blütenblätter verwenden (z.B. bei einer großen Blüte: (2 Lm, 1 Stb, 1 DStb, 1 Stb, 2 Lm, 1 Km) in 1 Masche und dann 1 fM in die nächste Masche:

blütenblatt_groß_fertig

  • Außerdem kann man mehrere Blüten häkeln und aufeinandernähe (z.B. eine kleine Blüte mit vier Blütenblättern auf eine mittlere Blüte mit sechs Blütenblätter)

Ich wünsche viel Spaß beim Nachhäkeln und selbst Ausprobieren und Kreieren!