Es ist Zeit für etwas Neues – Knooking oder Sträkeln ist angesagt!

Seit einiger Zeit liebäugle ich mit der noch recht neuen Technik des Knookings!
Einmal ausprobiert konnte ich es nicht wieder lassen!

Knooking

Das Wort „Knooking“ setzt sich zusammen aus „to knit“ (stricken) und „hook“ (Häkelnadel) und bedeutet so viel wie „mit der Häkelnadel“ stricken. Das deutsche Wort ist „Sträkeln“ (Stricken + Häkeln).
Die Knooking-Nadel hat vorne einen Haken, wie eine Häkelnadel. Sie ist allerdings etwas länger als diese und hat am Ende ein Öhr, durch das der Hilfsfaden gefädelt wird.
Mit dem Haken werden Schlingen aufgenommen, der Hilfsfaden wird durch diese Schlingen gezogen und danach werden aus diesen auf dem Hilfsfaden ruhenden Schlingen wieder neue Schlingen geholt.
Der Faden wird wieder herausgezogen.

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Die Textur des Geknookten sieht aus wie Gestricktes und hat auch die gleichen Eigenschaften!

Häkeln und Knooking kombiniert

Ich habe begonnen Gehäkeltes und Geknooktes zu kombinieren. Beide Techniken haben ihre Vorteile, die sich toll kombinieren lassen!
Gehäkeltes ist kompakt und vor allem Bündchen und Ränder sitzen meiner Meinung nach besonders gut und leiern nicht so schnell aus.
Geknooktes ist leicht und weicher, hat die Vorteile von Gestricktem, und eignet sich besonders gut für alles, was nicht zu dicht und kompakt sein soll.

Die Experimente mit Gehäkeltem und Geknookten haben sich gelohnt und ich habe mit den beiden Techniken wunderschöne und perfekt sitzende Armstulpen kreiert!

Titelbild_Armstulpen

Das Bündchen, der Abschluss bei den Fingern und das Daumenloch sind gehäkelt und sitzen dadurch kompakt und fest.
Der Mittelteil ist geknookt und deshalb leicht, anschmiegsam und weich!

Die Anleitung erklärt jeden Schritt ausführlich mit vielen Fotos und ist bestens für Anfänger geeignet!
Erforderlich Häkelkenntnisse sind Luftmaschen, feste Maschen und Kettmaschen.
Knookingkenntnisse sind nicht erforderlich!

Die Anleitung ist von Knooking-Neulingen getestet und für gut befunden worden!

Die Anleitung gibt es ab sofort auf

DaWanda

Makerist

Und als kleines Geschenk für alle meine Blogleserinnen gibt es hier noch den Basiskurs Knooking kostenlos zum Anschauen und als Gratisdownload: Basiskurs_Knooking

Grundkurs Knooking

Maschen anschlagen

Beim Knooken wird, wie beim Häkeln, mit einer Luftmaschenkette begonnen. Mit dem Haken der Knooking-Nadel wird die benötigte Anzahl der Masche als Luftmaschen gehäkelt.

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Dann werden die Maschen zum Knooken aufgenommen.

Dazu wird mit der Knookingnadel in jede Luftmasche eingestochen und der Faden geholt. Die entstandene Schlinge bleibt auf der Nadel!

dreizwei vier

Ist die Reihe fertig, Nadel und Hilfsfaden durch alle Schlingen nach links herausziehen:

fünf

 

Maschen rechts knooken

Der Faden liegt hinter der Arbeit.

Mit der Knookingnadel wird von vorne in die nächste Masche eingestochen und der Faden geholt und durch die Masche gezogen.

Die Schlinge der neuen Masche bleibt auf der Knookingnadel.

sechs sieben

acht

Maschen links knooken

Der Faden liegt vor der Arbeit.

Mit der Knookingnadel wird von hinten nach vorne durch die nächste Masche gestochen und der Faden, der auf der Vorderseite liegt, durchgezogen.

Die Schlinge der neuen Masche bleibt auf der Knookingnadel.

neun zehn elf

Maschen abketten

Der Faden liegt hinter der Arbeit.

Mit der Knookingnadel in die nächste Schlinge von vorne durchstechen, Faden holen und durch die Schlinge UND die Schlinge auf der Nadel durchziehen:

zwölf dreizehn

Wenn alle nötigen Maschen abgekettet sind, Faden aus der nächsten Schlinge wieder „normal“ holen und auf der Nadel belassen.

Zwei Maschen rechts zusammenknooken

Um zwei Maschen rechts zusammen zu knooken wird die Knookingnadel von links nach rechts durch die beiden Maschen gestochen:

Unbenannt fünfzehn

Faden holen und durch beide Schlingen durchziehen:

sechzehn

Zwei Maschen links zusammenknooken

Der Faden liegt vor der Arbeit.

Mit der Knookingnadel von rechts nach links durch die nächsten beiden Maschen stechen, den Faden holen und durch beide Maschen ziehen.

siebzehn achtzehn neunzehn

In Reihen knooken

Wird in Reihen geknookt, wird bis zur letzten Masche gearbeitet.

Nun die Knookingnadel herausziehen und den Hilfsfaden durch alle Maschen der Reihe ziehen.

Arbeit wenden, Hilfsfaden nach hinten legen und neue Reihe beginnen.

In Runden knooken

Wird in Runden gearbeitet, wird die Nadel immer nach einigen geknookten Maschen herausgezogen und die Maschen so am Hilfsfaden abgelegt.

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Knooken und Häkeln!

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7 Gedanken zu “Es ist Zeit für etwas Neues – Knooking oder Sträkeln ist angesagt!

  1. Interessante Technik. Bin mir nur noch nicht sicher, ob ich das Probieren werde. Mal sehen.
    Sieht auf den ersten Blick so aus, als dauert es länger als normales Stricken und Häkeln. Aber trotzdem hast du dir viel Zeit für deine detailierte Anleitung genommen. Danke Dir. LG Fitzliesl

    • Am Anfang braucht man etwas Zeit, das stimmt. Aber dann geht es flott von der Hand! Eingefleischte Strickerinnen können selbstverständlich auch mit einem Nadelspiel statt der Knookingnadel arbeiten! Das lässt sich bei meinen Armstulpen z. B. ganz leicht machen!

      • Ich würde sagen Knooking ist vor allem für Häklerinnen, die nicht oder ganz wenig stricken gedacht. Der große Vorteil ist, dass die Maschen immer durch den Hilfsfaden gesichert sind und Maschen dadurch nicht hinunterfallen können. Das ist für Häklerinnen, die gewohnt sind mit nur einer Masche zu arbeiten.
        Ich persönlich finde das Knooking auch für unterwegs sehr praktisch, eben weil die Maschen gut gesichert sind!
        Geübte Strickerinnen sind mit den Stricknadeln sicher schneller, als mit der Knookingnadel. Allerdings lässt sich ziemlich jede Knooking-Anleitung auch mit Stricknadeln arbeiten!

  2. Pingback: Knooking-Nadeln im Test: Formen, Material und Hilfsfäden | kreativhaekelblog

  3. Pingback: Knooking – Basiskurs als Gratisdownload | kreativhaekelblog

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